Die Europäische Kommission will den europäischen Verbriefungsrahmen weiterentwickeln. Ziel ist es, operative Belastungen zu reduzieren und bestehende Vorgaben an die Markt- und Investitionsrealität anzupassen – ohne die zentralen Stabilitätsmechanismen aufzugeben.
Der Bankenfachverband begrüßt die Initiative. Verbriefungen sind ein zentrales Instrument moderner Finanzierung: Sie ermöglichen es Instituten, Risiken zu diversifizieren und zusätzliche Finanzierungsspielräume für Unternehmen, Mittelstand und Verbraucher zu schaffen. Gerade vor dem Hintergrund hoher Investitionsbedarfe in Transformation, Digitalisierung und Infrastruktur kommt diesem Instrument besondere Bedeutung zu.
„Verbriefungen sind kein Selbstzweck. Sie schaffen Spielräume für zusätzliche Kreditvergabe und stärken die Finanzierung für realwirtschaftliche Investitionen“, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. „Ein stabiler Ordnungsrahmen ist unverzichtbar.“
Die Vorschläge der Kommission sehen unter anderem Erleichterungen bei Transparenz- und Sorgfaltspflichten sowie Anpassungen im Bereich standardisierter Verbriefungen (STS) vor. Zentrale Stabilitätselemente – etwa Risikoübernahmevorgaben und die aufsichtliche Einbindung – bleiben bestehen. Ziel der Überarbeitung ist es zudem, bestehende Vorgaben in ihrer praktischen Anwendung zu vereinfachen und administrativen Aufwand zu reduzieren.
„Die Überarbeitung zeigt, dass Stabilität und wirtschaftliche Funktionsfähigkeit gemeinsam gedacht werden müssen. Regulierung sichert Vertrauen und muss zugleich so ausgestaltet sein, dass sie Investitionsfähigkeit erhält“, so Loa.
BFACH SECR-Revision
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