Die Kreditbanken in Deutschland haben die Finanzierung von Konsum und Investitionen im Jahr 2025 stabil gehalten. Während der Konsum das Neugeschäft stützte, blieb die Investitionsdynamik verhalten. Das Volumen in der Konsum- und Investitionsfinanzierung stieg insgesamt um 1,7 Prozent auf 73,8 Milliarden Euro.
Die Zahlen zeigen eine klare Tendenz: Finanzierung steht bereit – die Investitionsschwäche hat andere Ursachen. Unternehmen verschieben Investitionen, obwohl Kredit verfügbar ist, vor allem aufgrund unsicherer Absatzperspektiven, volatiler Kostenentwicklungen und zunehmender regulatorischer Anforderungen, die Investitionsentscheidungen erschweren.
Im Konsumbereich wirkt Finanzierung unmittelbar, da Absatzfinanzierungen Anschaffungen ermöglichen und Nachfrage stabilisieren – insbesondere im Handel und im Fahrzeugmarkt. So wurden 2025 rund 1,2 Millionen Fahrzeuge kreditfinanziert, sowohl für private als auch für gewerbliche Nutzung.
Bei Investitionen zeigt sich ein anderes Bild: Sie bleiben aus, wenn wirtschaftliche Perspektiven nicht verlässlich kalkulierbar sind, sodass sich das Neugeschäft entsprechend schwach entwickelt und der Bestand zurückgeht.
„Die Kreditbanken sichern die Finanzierung von Konsum und Investitionen verlässlich ab. Die schwache Investitionsdynamik ist kein Finanzierungsproblem, sondern ein Struktur- und Planbarkeitsproblem“, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. „Unternehmen investieren, wenn Absatz, Kosten und Regulierung kalkulierbar sind – nicht allein, wenn Finanzierung verfügbar ist.“
Für die Finanzierung der Realwirtschaft reicht eine stabile Finanzierungssituation allein nicht aus. Entscheidend ist ein Ordnungsrahmen, der Investitionen planbar macht und Kreditvergabe verlässlich ermöglicht.
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